Chronik der Kolpingsfamilie Ismaning



Die Geschichte:



1887
Gegründet wurde der katholische Gesellenverein im Jahre 1887 unter Pfarrer Raphael Grafl.



1889
Bereits im Januar 1889 konnte die Fahnenweihe begangen werden.



1925
Nach einer Flaute erfolgte 1925 unter Pfarrer Meschütz ein neuer Aufschwung.



1927
Das 40-jährige Gründungsfest wurde 1927 gefeiert.



1948
Nach dem Verbot durch die Machthaber des "Dritten Reiches" erfolgte mit Kaplan Josef Lehner im August 1948 der Neubeginn unter dem Namen Kolpingsfamilie.



1959
1959 wurde erstmals der bis heute gepflegte Brauch der Nikolausbesuche bei Ismaninger Familien durchgeführt.



1962
Im Oktober 1962 wurde nach wesentlichen Eigenleistungen unserer Mitglieder - Keller/Dachstuhl und Außenanlagen - mit der Einweihung des Jugendheims am Bahnhofplatz ein lang ersehnter Wunsch Wirklichkeit.



1964
Mit dem Erlös aus Buchausstellungen, Theateraufführungen und der ersten Altkleider- und Altpapiersammlung legten wir 1964 den Grundstock für die Kapelle einer Missionsstation in Pakistan.



1967
Mit Präses Konrad Schmid und den ehemaligen Präses Lehner und Stadler wurde 1967 das 80-jährige Gründungsfest gefeiert.



1970
Ab 1970 wurden die Erlöse der jährlichen "Aktion Rumpelkammer" für die Ausstattung des heutigen Pfarrzentrums bereitgestellt. Am Christi Himmelfahrtstag 1970 wurden erstmals weibliche Mitglieder in unsere Kolpingsfamilie aufgenommen.



1976
Wiederum Hand angelegt von unseren Mitgliedern wurde 1976 beim Ausbau des als Tischtennisraum geplanten Kellers zum heute gemütlichsten Raum des Pfarrzentrums - der Kolpingstub’n.



1983


Pate bei der Neugründung der Kolpingsfamilie Unterföhring.



1985
Auf dem seit 1985 jährlich stattfindenden Christkindlmarkt wurden an unserem Stand nur selbst gebastelte Artikel verkauft.



1987
Am 27./28. Juni 1987 konnten wir unser 100-jähriges Gründungsfest begehen. Neben fast allen Ortsvereinen beteiligten sich über 30 Kolpingsfamilien aus der ganzen Diözese am Festgottesdienst und dem anschließenden Festakt. Mit einer interner Feier und Totengedenken am Kriegerdenkmal fand das Jubiläum zwei Wochen später seinen Abschluss.




1989
Im November 1989 stellte sich Kaplan Norbert Weis für das seit 1985 vakante Amt des Präses zur Verfügung.



1991
Am Fronleichnamstag 1991 wurde die Wohnanlage des Diözesansiedlungswerkes östlich vom Bahnhof - und damit auch die 1987gewidmete Adolf-Kolping-Straße - eingeweiht. Am 27. Oktober 1991 waren unter den 50-tausend Kolpingsmitglieder aus allen Ländern auf dem Petersplatz in Rom auch 30 Mitglieder aus unserern Reihen Zeuge der Seligsprechung von Adolph Kolping durch Papst Johannes Paul II. Don Johannes Becker, Ehrendomkapitular und Prokurator für Mexiko und Brasilien, den wir sei Jahren für den Aufbau von Kolpingsfamilien in Brasilien unterstützen, brachte uns während der Tage in der "Ewigen Stadt" die geistlichen und kulturellen Stätten näher.



1992
Im Rahmen der Bürgerversammlung 1992 erhielt die Kolpingsfamilie den Umweltpreis der Gemeinde. Nach seiner Einführung in unserer Pfarrgemeinde im Oktober 1992 übernahm Pfarrer Johannes Serz das Präsesamt, da zum gleichen Zeitpunkt Kaplan Norbert Weis an eine Münchner Pfarrei wechselte.



1993
In den Pfingstferien 1993 unternahmen wir eine Begegnungsfahrt nach Ungarn um in Bécéscsaba, 200 km östlich von Budapest, mit der dortigen Kolpingsfamilie eine Partnerschaft zu knüpfen. Im November des gleichen Jahres standen wir Pate bei der Widergründung der Kolpingsfamilie Oberschießheim.



1994
Zu einem Gegenbesuch kamen im August 1994 die ungarischen Freunde zu uns, um Ismaning und unserer bayrische Heimat kennen zu lernen. Zum Abschluss des Diözesanjugendtages des Kolpingwerkes wurde im November 1994 das Turmkreuz der alten Pfarrkirche am neuen Standort vor dem ehemaligen Jugendheim am Bahnhofsplatz geweiht. Franz Felsner (Betten) hatte das Kreuz aus dem Bauschutt geholt und es nach einer Restaurierung der Kolpingsfamilie zur Verfügung gestellt. 



1996
Die offizielle Partnerschaft mit der Kolpingsfamilie Bécéscsaba/Ungarn wurde bei unserem Besuch - Pfingsten 1996 - besiegelt.



1999
Die Lehrstellensbörse wurde in Zusammenarbeit mit der KAB und dem Pfarrbüro ins Leben gerufen. Ismaninger Betriebe und Firmen werden nach freien Ausbildungsplätzen befragt. Die gemeldeten Ausbildungsplätze werden auf einer Liste zusammengestellt, die für Jugendliche zur Bewerbung auf einen Ausbildungsplatz bereit liegt bzw. hier auf der Internetseite abgerufen werden kann. Unbürokratische Hilfe beim Start in die Berufswelt wird hier mit Erfolg angeboten.



2000
AFC-Aktiver Freizeitclub ab 50 - Mit dieser Programmerweiterung sind Kolpinger sowie Bürgerinnen und Bürger aus der Gemeinde angesprochen, ihre frei gewordene Zeit nach der Kindererziehung und dem Berufsleben mit einem geistigen und geselligen sowie anspruchsvollem Kulturangebot zu füllen. Der AFC wurde nach kürzerer Zeit in "Kultur mit Kolping" umbenannt. Theater-, Konzert-, Museum- und Kirchenbesuche, Christkindlmarkt und vieles mehr sind im Programm.



2002
Nach langer Diskussion zur Organisation und Raumsuche konnte in diesem Jahr die Kleiderkammer - jetzt Gwandhaus - im Hillebrandhof an der Aschheimer Straße eröffnet werden. Gebrauchte Kleidung in gutem Zustand kann an bestimmten Tagen abgegeben werden. Eine fleißige ehrenamtliche Gruppe von Frauen aus Kolping und Nicht-Kolping sortieren fein säuberlich zum Verkauf. Der Erlös kommt bedürftigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern in näherer Umgebung zugute.



2002/2003
Mit dem Wortschatz wächst Selbstvertrauen. Elf türkische Frauen haben erfolgreich den zweiten Deutschkurs der Kolpingsfamilie Ismaning absolviert. Es konnte eine bessere Verständigung im Kindergarten, in der Schule und beim Einkaufen der Mütter mit dem Gesprächspartner erreicht werden. Die Kurse wurden in der Kolpingsstub’n mit 50% finanzieller Unterstützung durchgeführt.




Allgemeine Informationen:





Neben den vorstehend aufgeführten besonderen Ereignissen waren die Jahre ausgefüllt mit Veranstaltungen, zu denen meist die gesamte Bevölkerung eingeladen war. So waren unsere Faschingsbälle im Pfarrsaal immer gut besucht. Besonders großer Andrang herrschte bei dem, in unserer Gegend bis vor einigen Jahren noch unbekannten "Weiberfasching". Die "Kartler" trafen sich jährlich im November zum großen Schafkopfrennen. Maiandachten in benachbarten Kirchen und Kapellen gehörten ebenso zum Programm wie Theaterbesuche und die Beteiligung an Jubiläen der Ortsvereine und anderer Kolpingsfamilien. Doch nicht nur die Geselligkeit stand im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. So wurden auch mit Vorträgen und Diskussionsabenden Informationen zu jeweils aktuellen Themen gegeben.

Die Kolpingsfamilie hat sich mit Tatkraft bis in die Gegenwart für die Jugend, Familien, Pfarrgemeinde und dritte Welt engagiert. Mit den "Gewinnen" aus den einzelnen Veranstaltungen konnte hier immer wieder Hilfe zur Selbsthilfe geleistet werden. Mitglieder aus unserer Kolpingsfamilie tragen auch heute Verantwortung als Bürgermeister, Gemeinde- und Kreisräte, im Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung und sonstigen Gremien. Die bisher geleistete Arbeit soll für die Zukunft Ansporn und Verpflichtung sein.




 © Kolping Ismaning, 2004
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